aktualisiert am 24.10.2008
Gebaute Transparenz
 
  Vorgaben aus Bebauungsplan

Der Bebauungsplan gab in dem betreffenden Gewerbegebiet für das Grundstück als Bauraum eine durchgängige Bebauung von ca. 220 m Länge vor. Die Bebauung durfte aus Schallschutzgründen gegenüber der dahinterliegenden Wohnbebauung nicht unterbrochen werden.

Gegenüber dem Wohngebiet sollte der 4-geschossige Baukörper in den beiden Obergeschossen in seiner Tiefe deutlich reduziert werden.


Die Entwurfsidee

Das Gebäude wurde in 3 Bauabschnitten von in etwa gleicher Kubatur geplant. Die einzelnen Bauabschnitte sind in regelmäßigen Abständen durch vollverglaste Gelenke miteinander verbunden. Großzügige Verglasungen und verputzte Flächen wechseln sich ab und vollführen eine dynamische Wellenbewegung. Markante Akzente werden durch die farbigen halbrunden Eingangsscheiben gesetzt. Der gleiche Farbton wird in den vorspringenden Fassadenteilen der Südfassade verwendet. Die Rücksprünge im 2. Obergeschoss erlauben hier attraktive, nutzbare Terrassenzonen

Der Westflügel des 1. Bauabschnittes ist vollständig verglast und sorgt für angenehme Sichtbeziehungen nach aussen. Hier sollen vornehmlich gemeinschaftliche Nutzungen wie Cafeteria und Besprechungsräume entstehen. Die Gebäuderiegel beidseits des Eingangsbereiches sind in den unteren beiden Geschossen als 2-hüftige Büros angeordnet. In den beiden oberen Geschossen reduziert sich die Gebäudebreite von ca. 13 auf 10 m, so daß sich hier teilweise Grossraumbüros anbieten. Galerien und Lufträume im Inneren des Gebäudes verstärken das Raumerlebnis. Der Hauptpersonenaufzug ist zur Roider-Jackl-Str. hin verglast, sodaß der Besucher stets die großzügigen Baumpflanzungen im Blickfeld hat.

Die Erschliessung

Das Bürogebäude wird durch Einbahnverkehr auf der nordwestlichen Seite erschlossen. Die Einfahrt erfolgt von Süd-Westen.

Über Rampen werden verschiedene Niveaus erschlossen, an den sich die Anlieferungszonen befinden, sowie Müllsammelstellen und Tiefgaragen- einfahrten für das Bürogebäude.

Die Erschliessung wird mit Betonpflaster befestigt. Im Bereich der Tiefgaragenein- und -ausfahrten wird der Belag farbig hervorgehoben. Am Anfang und am Ende des Erschliessungsweges befinden sich 13 oberirdische Stellplätze, die mit Rasenfugenpflaster ausgebildet werden.

Der Lärmschutz

Der Erschliessungsweg wird zu den nördlich angrenzenden Nachbar- grundstücken von einer Gabionenmauer mit durchgehender Oberkante gefasst. Die Mauer ist auf Grund der verschiedenen Niveaus der Fahrbahnen zwischen 1 m und 2,80 m hoch. Auf Grund der positiven Lärmschutzeigenschaften der Gabionen- mauer kann die Mauerhöhe in der Höhe begrenzt werden.

Der Höhenunterschied zwischen Mauer und Nachbargrundstücken (ca. –1,00 m) wird durch eine bepflanzte Böschung überwunden. In der Gabionenwand sind die Müllhäuser für die einzelnen Bauabschnitte integriert.




Das Pflanzkonzept

Das Gebäude wird auf den beiden Giebelseiten von 6 Säulen-Pappeln gerahmt. Vier dieser Großbäume dienen als die Ersatzpflanzung für den zu entfernenden Baumbestand.

Entlang der nordwestlichen Fassade befinden sich Pflanzflächen auf der herausragenden Tiefgaragendecke.


 

Die Pflanzung aus Rhododendren und Immergrüner Heckenkirsche ist in wiederkehrenden Abschnitten zusammengefasst und orientiert sich gestalterisch am Gebäuderaster. Die Böschung zu den Nachbargrundstücken wird ebenfalls gestalterisch an die Abfolge der Fassadenelemente angebunden.

Dort ist die Pflanzung von heimischen Vogelkirschen und Weissdorn vorgesehen. Müllsammelstellen und Tiefgarageneinfahrten werden durch immergrüne bzw. wintergrüne, geschnittene Heckenblöcke eingebunden. Strauchgruppen aus heimischen Wildrosenarten und Bodendeckerpflanzungen wechseln sich mit den geschnittenen Heckenblöcken ab.

 
 
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